𝗙𝗲𝘂𝗲𝗿𝘄𝗲𝗵𝗿ü𝗯𝘂𝗻𝗴 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗠𝗮𝗶𝗻: 𝗕𝗿𝗮𝗻𝗱 𝗮𝘂𝗳 𝗙𝗮𝗵𝗿𝗴𝗮𝘀𝘁𝘀𝗰𝗵𝗶𝗳𝗳 „𝗪𝗶𝗹𝗹𝘆 𝗦𝗰𝗵𝗻𝗲𝗶𝗱𝗲𝗿“ 𝗶𝗺 𝗕𝗲𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝗹𝗲𝘂𝘀𝗲 𝗞𝗹𝗲𝗶𝗻𝗼𝘀𝘁𝗵𝗲𝗶𝗺
Am Samstag, den 07.03.2026, fand auf dem Main im Oberwasser der Schleuse Kleinostheim eine groß angelegte Einsatzübung von Feuerwehr, Wasserrettungsorganisationen sowie Rettungs- und Sanitätsdiensten statt. Übungsannahme war ein Brand im Maschinenraum des Fahrgastschiffes „Willy Schneider“.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden zu einem brennenden Passagierschiff gerufen.
Parallel dazu wurde für den Rettungsdienst das Stichwort „RD-Wassernot 3“ ausgelöst. Hierbei kamen unter anderem vier Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht und weitere Landrettungseinheiten zum Einsatz.
An der Übung beteiligten sich Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen des Bayerischen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfall-Hilfe.
Im dargestellten Szenario war im Maschinenraum des Personenschiffes ein Feuer ausgebrochen. Infolge des Brandereignisses galt das Schiff als manövrierunfähig und lag im Oberwasser der Schleuse Kleinostheim auf Höhe Mainkilometers 78,2 neben der Fahrrinne ohne direkten Uferkontakt vor Anker. Aus dem Maschinenraum drang Rauch. An Bord befanden sich rund 50 Passagiere, die im Verlauf der Übung durch die Einsatzkräfte erstversorgt und evakuiert werden mussten.
Die Statisten, die die Passagiere darstellten, wurden vor Übungsbeginn teilweise aufwendig geschminkt, um realistische Verletzungsmuster darzustellen und die medizinische Versorgung unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
Da eine Rettung der Passagiere nur über den Wasserweg möglich war, wurden die Personen mit den eingesetzten Booten an Land gebracht. Dort erfolgte zunächst eine Sichtung der Patienten, bei der diese entsprechend ihrer Verletzungsschwere einer Triage-Kategorie zugeordnet wurden. Anschließend wurden die Verletzten am aufgebauten Behandlungsplatz erstversorgt und danach zum Übungskrankenhaus im Feuerwehrhaus Kleinostheim transportiert.
Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte bei der Brandbekämpfung auf einem Wasserfahrzeug sowie bei der Evakuierung einer größeren Anzahl von Personen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
Quelle: Kfvab
Fotos: Kfvab, Ralf Hettler